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European Railway Deregulation: Essays on Efficiency and Productivity of European Railways

Europäische Eisenbahnderegulierung: Essays zur Effizienz und Produktivität europäischer Eisenbahnunternehmen

  • In the early 1990s the European Commission and the national governments of the EU member states initiated an extensive deregulation and liberalization process in the European railway industry. Prior to this process, the European railway industry was characterized by loosely connected national monopoly railway companies which faced severe losses of transportation market share and required increasing subsidies. Overall, this system was not what a single European market needed: an integrated transport system that provides reliable and fast cross-border transportation of goods, services, and people. The main elements of the reforms have been the separation of infrastructure management from transport operations, the implementation of interoperability among the national railway systems, the assurance of third-party access to the infrastructure, and the introduction of independent railway regulatory systems. In general, the intention of the reforms has been to enhance competition by opening the market and to improve the economic performance of the European railway industry. The objective of this thesis is to analyze the effectiveness of the European railway deregulation process in enhancing efficiency and productivity in the European railway industry. For that purpose three empirical papers are introduced that use non-parametric and parametric benchmarking methods to evaluate the impact of different production technologies and country- and firm-specific environmental and regulatory conditions on efficiency and productivity. The first paper, ‘Testing for Economies of Scope in European Railways: An Efficiency Analysis’, conducts a pan-European efficiency analysis to investigate the performance of European railways with a particular focus on economies of vertical integration. We test the hypothesis that integrated railways realize economies of scope and, thus, produce railway services with a higher level of efficiency. To determine whether joint or separate production is more efficient, we apply an innovative two-stage data envelopment analysis super-efficiency model which relates the efficiency for integrated production to a reference set consisting of separated firms which use a different production technology. We find that for a majority of European railways economies of scope exist. The second paper, ‘Productivity Growth in European Railways: Technological Progress, Efficiency Change and Scale Effects’, analyzes the efficiency and productivity of the European railway sector in the period of deregulation (1990-2005). Using a stochastic frontier panel data model that controls for unobserved heterogeneity a distance function model is estimated in order to evaluate the sources of productivity growth: technological progress, technical efficiency change and scale effects. The results indicate that technology improvements were by far the most important driver of productivity growth, followed by gains in technical efficiency, and to a lesser extent by exploitation of scale economies. Overall, we find an average productivity growth of 39 percent within the sample period. The third paper, ‘European Railway Deregulation: The Influence of Regulatory and Environmental Conditions on Efficiency’, investigates the impact of regulatory and environmental conditions on technical efficiency of European railways. Using a panel data set of 31 railway firms from 22 European countries from 1994 to 2005, a distance function model, including regulatory and environmental factors, is estimated using stochastic frontier analysis. The results obtained indicate positive and negative efficiency effects of different regulatory reforms. Furthermore, estimating models with and without regulatory and environmental factors indicates that the omission of environmental factors, such as network density, substantially changes parameter estimates and, hence, leads to biased estimation results. The last chapter of the thesis summarizes the results of the three empirical analyses. It contains overall conclusions, highlights implications for economic policy, and provides directions for further research.
  • In den frühen 1990iger Jahren begannen die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen der europäischen Mitgliedsstaaten mit der Umsetzung eines weitreichenden Deregulierungs- und Liberalisierungsprozesses des europäischen Eisenbahnmarktes. Vor diesem Prozess war die europäische Eisenbahnindustrie durch nur lose verbundene nationale Monopolunternehmen gekennzeichnet, die in zunehmendem Maße Marktanteile am Gesamtverkehrsvolumen verloren und ständig steigende Subventionen benötigten. Insgesamt war dieses System nicht in der Lage den Bedürfnissen eines länderübergreifenden Europäischen Binnenmarktes gerecht zu werden: Es bedarf eines integrierten Transportsystems, welches einen verlässlichen und schnellen grenzüberschreitenden Transport von Gütern, Dienstleistungen und Personen gewährleistet. Die zentralen Elemente des Reformprozesses waren die Trennung des Infrastrukturbereichs vom Verkehrsbereich, die Förderung von Kompatibilität zwischen den nationalen Eisenbahnsystemen, die Gewährleistung von Zugangrechten Dritter zur Infrastruktur und die Einführung unabhängiger Regulierungsstellen. Insgesamt war das Ziel der Reformen, den Wettbewerb durch eine Öffnung des Marktes zu erhöhen und dadurch die wirtschaftliche Leistung der europäischen Eisenbahnindustrie zu verbessern. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Effektivität des europäischen Eisenbahnderegulierungsprozesses im Hinblick auf die Förderung der Effizienz und Produktivität in der europäischen Eisenbahnindustrie zu analysieren. Zu diesem Zweck werden drei empirische Papiere vorgestellt, die mittels nicht-parametrischer und parametrischer Effizienzmessungsverfahren den Einfluss unterschiedlicher Produktionstechnologien, länder- und firmenspezifischer Umfeldgegebenheiten und regulatorischer Gegebenheiten auf die Effizienz und die Produktivität analysieren. Das erste Papier, „Testing for Economies of Scope in European Railways: An Efficiency Analysis”, führt eine europaweite Effizienzanalyse zur Untersuchung der wirtschaftlichen Leistung europäischer Eisenbahnunternehmen und insbesondere der möglichen Vorteile einer vertikalen Integration durch. Die Hypothese, dass integrierte Unternehmen Verbundvorteile aufweisen und somit Eisenbahnverkehrsleistungen effizienter als separierte Unternehmen bereitstellen, wird getestet. Um festzustellen, ob eine integrierte oder separierte Produktion effizienter ist, wird ein innovatives zweistufiges Data Envelopment Analysis Supereffizienz Model angewendet, welches die Effizienz der integrierten Produktionstechnologie ins Verhältnis zu der Effizienz einer separierten Produktionstechnologie setzt. Die separierte Produktionstechnologie wird hierbei mit Hilfe einer Vergleichsgruppe aus separierten Unternehmen modelliert. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Mehrheit der europäischen Eisenbahnunternehmen Verbundvorteile existieren. Das zweite Papier, „Productivity Growth in European Railways: Technological Progress, Efficiency Change and Scale Effects”, untersucht die Effizienz und Produktivität des europäischen Eisenbahnsektors in der Deregulierungsperiode (1990-2005). Unter Verwendung eines Stochastic Frontier Modells für Paneldaten, das für unbeobachtete Heterogenität kontrolliert, wird eine Distanzfunktion mit dem Ziel geschätzt, die Quellen für Produktivitätswachstum zu untersuchen: technischen Fortschritt, Veränderung der technischen Effizienz und Skaleneffekte. Die Ergebnisse zeigen, dass technische Verbesserungen bei weitem den größten Einfluss auf das Produktivitätswachstum hatten, gefolgt von technischen Effizienzgewinnen und in geringerem Ausmaß durch die Ausnutzung von Skaleneffekten. Über den gesamten betrachteten Zeitraum weisen die Ergebnisse einen durchschnittlichen Anstieg der Produktivität in Höhe von 39 Prozent aus. Das dritte Papier, „European Railway Deregulation: The Influence of Regulatory and Environmental Conditions on Efficiency”, untersucht den Einfluss von regulatorischen Bedingungen und Umfeldgegebenheiten auf die technische Effizienz von europäischen Eisenbahnunternehmen. Unter Verwendung eines Paneldatensatzes, bestehend aus 31 Eisenbahnunternehmen aus 22 europäischen Ländern in der Zeit von 1994 bis 2005, wird mittels einer Stochastic Frontier Analysis ein Distanzfunktionsmodel mit Regulierungs- und Umfeldfaktoren geschätzt. Die Ergebnisse zeigen positive und negative Effizienzeffekte von unterschiedlichen Reformelementen. Weiterhin zeigen zusätzliche Schätzungen von Modellen mit und ohne Regulierungs- und Umfeldfaktoren, dass die Auslassung von Umfeldfaktoren, wie zum Beispiel der Netzdichte, zu substanziell anderen Parameterwerten und demzufolge zu verzerrten Schätzergebnissen führt. Das letzte Kapitel der Arbeit fasst die Ergebnisse der drei empirischen Untersuchungen zusammen. Das Kapitel enthält übergreifende Schlussfolgerungen, beleuchtet wirtschaftspolitische Implikationen und zeigt zukünftige Forschungsansätze auf.

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Metadaten
Author:Heike Wetzel
URN:urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-141718
URL: https://pub-data.leuphana.de/frontdoor/index/index/docId/563
Advisor:Thomas Wein (Prof. Dr.)
Document Type:Doctoral Thesis
Language:English
Year of Completion:2008
Date of Publication (online):2009/03/11
Publishing Institution:Leuphana Universität Lüneburg
Granting Institution:Leuphana Universität Lüneburg, Fak 2 - Wirtschaft und Gesellschaft (alt)
Date of final exam:2008/12/12
Release Date:2009/03/11
Tag:Effizienzanalyse; Europäische Eisenbahnindustrie; Produktivität; Verbundvorteile; technische Effizienz
European railway industry; economies of scope; efficiency analysis; productivity; technical efficiency
GND Keyword:Eisenbahn; Effizienzanalyse; Produktivität; Verbundwirtschaft
Institutes:Fak 2 - Wirtschaft und Gesellschaft (alt) / VWL
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 33 Wirtschaft / 330 Wirtschaft