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Selbstkonzeptforschung im schulischen Kontext unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher und bildungspolitischer Entwicklungen

Self-concept research in an educational context taking into account current social and educational policy developments

  • In der vorliegenden kumulativen Dissertation geht es um das Selbstkonzept von Schülerinnen und Schülern im Kontext schulischer Inklusionsprozesse und aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen. Für empirische Studien aus dem Bereich der Selbstkonzept- und Inklusionsforschung stellt die valide und zielgruppengerechte Messung des Selbstkonzepts eine wichtige Voraussetzung dar. In der ersten und dritten Studie wird daher die Entwicklung und Validierung eines deutschsprachigen Messinstruments zur Erfassung des Selbstkonzepts bei Jugendlichen der Sekundarstufe I (Studie I) und bei Grundschülern (Studie III) beschrieben. Es wurden Testanalysen auf der Datenbasis einer Stichprobe von N = 1 907 Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen (n = 294 Förderschülerinnen und Schüler) und N = 416 Kindern der 4ten Klassenstufe durchgeführt. Konfirmatorische Faktorenanalysen bestätigten die postulierte achtfaktorielle Struktur. Die Messinvarianz über Geschlecht und Schulform konnte belegt werden. Zusammenhänge mit Außenkriterien wiesen auf eine zufriedenstellende Validität der Selbstkonzeptskalen hin. Die Reliabilitätsschätzungen fielen allgemein gut aus. In der zweiten Studie wurde empirisch überprüft, inwieweit sich multiple Selbstkonzeptfacetten von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen (SPF-L) in Abhängigkeit von der Beschulungsart unterscheiden. Zusätzlich wurden das allgemeine und das schulische Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern mithilfe quantitativer und qualitativer Befragungen, im Sinne eines Mixed-Method-Ansatzes, erfasst. Inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler mit SPF-L wiesen ein deutlich schlechteres akademisches Selbstkonzept auf als die Jugendlichen an Förderschulen und die Schülerinnen und Schüler ohne SPF. Für das generelle Selbstwertgefühl, Aussehen und die sozialen Selbstkonzeptfacetten Eltern- und Mitschülerbeziehung zeigten sich keine Unterschiede. Jugendliche mit SPF-L hatten unabhängig von der Beschulungsform ein besseres Selbstkonzept der Lehrerbeziehung. In der vierten Studie wurde anhand einer Stichprobe von N = 2 950 Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen untersucht, welche Facetten des Selbstkonzepts die wichtigsten Prädiktoren für ein positives generelles Selbstwertgefühl bei Jugendlichen darstellen und ob es Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts und der Schulform gibt. Die Ergebnisse zeigten, dass das Selbstkonzept des Aussehens den wichtigsten Prädiktor für ein positives Selbstwertgefühl darstellt; insbesondere für Mädchen. Andere Selbstkonzeptfacetten spielen eine deutlich geringere Rolle.
  • The present cumulative dissertation deals with the self-concept of students in the context of school inclusion processes and current social developments. For empirical studies in the field of self-concept and inclusion research an important requirement is the valid and target group orientated measurement of self-concept. Therefore, the first and third study report the development and empirical validation of a German-language questionnaire for measuring the self-concept of lower secondary students (Study I) and primary school children (Study III). Test analyses were performed on the database of a sample of N = 1 907 students of different school types (n = 294 students at special schools) and N = 416 children attending grade 4. Confirmatory factor analyses confirmed the predicted structure of the scales. Measurement invariance across gender and school type was established. Significant correlations between the scales and external criteria provided evidence for the validity of the instrument. Reliability estimates were generally high. In the second study the differences in multiple facets of self-concept for students with and without learning disabilities (LD) in different educational placements were investigated. In addition, we examined the general and the school well-being of students with and without LD using mixed-methods. The results indicate that students with LD in regular classes obtain significantly lower academic selfconcept scores than their classmates without LD and those students with LD in special schools. There were no significant differences between the groups regarding global selfesteem, physical appearance and the social self-concept facets parent relations and classmate relations. Regardless of the educational setting, students with LD had a higher self-concept of teacher relations. Based on a sample of 2950 students from a broad range of German secondary schools, we examined in the fourth study which self-concept aspects predict selfesteem at the best, and whether this is true across genders and achievement levels. Results show that though self-concept of appearance is by far the strongest predictor overall, this applies even more for girls. Other aspects play a much lesser role.

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Metadaten
Author:Kira Elena Weber
URN:urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-144208
URL: https://pub-data.leuphana.de/frontdoor/index/index/docId/784
Advisor:Philipp Alexander Freund (Prof. Dr.)
Referee:Paulus Peter (Prof. Dr.)GND, Susanne Schwab (Prof. Dr.)ORCiDGND
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Year of Completion:2016
Date of Publication (online):2016/10/31
Publishing Institution:Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsbibliothek der Leuphana Universität Lüneburg
Granting Institution:Leuphana Universität Lüneburg
Date of final exam:2016/10/05
Release Date:2016/10/31
Tag:inclusion; self-concept; test-construction
GND Keyword:Selbstbild; Inklusion <Soziologie>; Fragebogen
Institutes:Fakultät Bildung / Institut für Psychologie (IFP)
Dewey Decimal Classification:3 Sozialwissenschaften / 37 Bildung und Erziehung / 370 Bildung und Erziehung
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht